Im Jahr 2025 – dem Jahr, in dem Chemnitz Kulturhauptstadt Europas ist – durften Ivo Zibulla und Lucian Patermann einen co-creativen Raum im Rahmen der „Kulturkirche Chemnitz“ initiieren. Menschen waren in einer offenen Werkstatt dazu eingeladen, Papierblätter zu gestalten um mit diesen eine abstrahierte Form eines Bergmann Engels von Neuem zu beflügeln.
Das Projekt ist eine Fortsetzung und Weiterentwicklung des Projekts „Leuchte mal hier her“, welches wir Anfang 2023 in der Leipziger Philippuskirche realisiert hatten. In Chemnitz umfasste unser Wirken zwei offene Phasen: im Mai in den Innenräumen der wunderschönen St.-Markus-Kirche in Chemnitz und im August im Freien in der Innenstadt während des Kulturkirchenfestivals.

Die zentrale Skulptur ist von traditionellen Figuren aus dem Erzgebirge inspiriert, die fest im kulturellen Bewusstsein der Menschen verankert sind. Indem wir diese zu einer androgynen, abstrakten Figur verschmolzen, wollten wir jene beiden Aspekte, die in jedem Menschen lebendig sind, in einem Symbol vereinen: fleißige Tapferkeit und inspirierende Unbeschwertheit.







Fotos: © Lisa-Marie Mehrkens & Lucian Patermann
In der St.-Markus-Kirche schufen an vier Tagen etwa 50 Menschen im Alter von 3 bis 80 Jahren gemeinsam über 100 einzigartige Kunstwerke und gaben der überlebensgroßen Skulptur des Bergmann Engels ihre Flügel zurück. Während des Malens wurden sie dazu eingeladen, über die Frage nachzudenken, was sie in ihrem persönlichen Leben beflügeln könnte und ob diese Quelle bereits ausreichend erschlossen ist. Die entstandenen Bilder zeigten Federn, Regenbögen, Kerzen, Kirchen, allsehende Augen und abstrakte Motive. Auf vielen Bildern wurden Segenswünsche, Gedichte oder Psalmen zu Papier gebracht.
Einen Rückblick von Seiten der Kulturkirche Chemnitz findest du hier.